Nasenspray richtig anwenden

Nasenspray richtig anwenden Abschwellende Nasensprays haben sich bei Schnupfen bewährt.

So ein Erkältungs-Schnupfen kann ganz schön lästig sein – vor allem, wenn die Nase sehr verstopft ist und man kaum Luft bekommt. Gerade nachts kann das sehr belastend sein und einem den wertvollen Schlaf rauben. Wer dann zu abschwellenden Nasensprays greift, kann schnell wieder richtig durchatmen. Allerdings gibt es bei der Anwendung einiges zu beachten: Zunächst einmal sollten Sie die richtige Dosierung überprüfen – bei Kindern dürfen beispielsweise nur Präparate verwendet werden, die speziell für die jeweilige Altersklasse zugelassen sind. Außerdem ist auch die richtige Technik gefragt, damit das Spray tatsächlich dorthin gelangt, wo es wirken soll. Zusätzlich ist es wichtig, dass Sie das Nasenspray nur wenige Tage anwenden. Im Folgenden erfahren Sie mehr über die richtige Anwendung von Nasenspray.

Wie wirken Nasensprays?

Abschwellende Nasensprays sorgen dafür, dass die verstopfte Nase schnell befreit wird. Meist enthalten sie Wirkstoffe wie Xylometazolin: Sie bewirken, dass sich die Blutgefäße in der Nasenschleimhaut verengen. Auf diese Weise wird die Durchblutung gedrosselt und in der Folge schwellen die Schleimhäute ab. Die Nase ist dann wieder frei und man kann dann in der Regel für etwa sechs bis acht Stunden wieder frei durchatmen.

Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen können bei akutem Schnupfen, der zum Beispiel im Rahmen einer Erkältung auftritt, eingesetzt werden. Auch bei einer akuten Entzündung der Nasennebenhöhlen oder bei einer Mittelohrentzündung kann der Arzt die Anwendung eines abschwellenden Nasensprays empfehlen, damit die Belüftung in diesen Bereichen verbessert wird und die Sekrete besser abfließen können.

Die richtige Dosierung

Achten Sie immer auf die richtige Dosierung. Denn es gibt unterschiedliche Präparate, die jeweils die geeignete Dosierung für Erwachsene, Schulkinder, Kleinkinder oder Säuglinge enthalten. Eine Verwechslung kann ernste Folgen haben, insbesondere bei Kindern ist daher besondere Vorsicht geboten. Lassen Sie sich dazu im Zweifel in der Apotheke beraten.

Gut zu wissen: Bei Säuglingen sind entsprechend niedrig dosierte Nasentropfen besser geeignet als Sprays. Fragen Sie vor der Anwendung aber immer Ihren Kinderarzt um Rat. Mehr zum Thema Baby-Schnupfen

Befolgen Sie unbedingt auch die Hinweise zur Dosierung in der Packungsbeilage. Die übliche Dosierung bei Nasensprays ist in der Regel bis zu 3-mal täglich 1 Sprühstoß pro Nasenloch. Diese sollte auf keinen Fall überschritten werden.

Die richtige Technik

Damit Nasenspray richtig wirken kann, ist es wichtig, dass Sie es richtig anwenden. In der Packungsbeilage finden Sie dazu wichtige Hinweise, die sich zwischen den einzelnen Präparaten etwas unterscheiden können.

In der Regel funktioniert es so:

Schritt 1: Putzen Sie sich zunächst sanft die Nase, um sie von Sekret zu befreien.

Schritt 2: In der Regel müssen Sie Nasensprays zunächst „einsprühen“. Nehmen Sie dazu die Schutzkappe ab, halten Sie das Nasenspray aufrecht und sprühen Sie einige Male in die Luft, bis Sie einen gleichmäßigen Sprühnebel beobachten können. Erst dann ist gewährleistet, dass der Wirkstoff bei der Anwendung des Sprays in der richtigen Menge in Ihre Nase gelangt.

Schritt 3: Manche Nasensprays müssen Sie vor Gebrauch schütteln, um eine gleichmäßige Abgabe des Wirkstoffs zu gewährleisten. Beachten Sie daher die Hinweise in der Packungsbeilage.

Schritt 4: Den Kopf nach vorne neigen, tief ausatmen und die Düse in ein Nasenloch einführen.

Schritt 5: Während des Sprühens durch die Nase einatmen, damit sich der Wirkstoff möglichst gleichmäßig auf der Nasenschleimhaut verteilen kann.

Schritt 6: Wiederholen Sie die Schritte 4 und 5 beim anderen Nasenloch.

Schritt 7: Nach dem Einsprühen den Kopf kurz in den Nacken legen (ca. 1 Minute genügt).

Schritt 8: Säubern Sie nach Gebrauch die Düse mit einem sauberen Tuch und setzen Sie die Schutzkappe wieder auf das Nasenspray.

Wichtig: Um eine Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden, sollten Sie Ihr Nasenspray niemals mit anderen Personen teilen!

Die richtige Dauer der Anwendung

Nasensprays mit abschwellenden Wirkstoffen wie Xylometazolin machen die Nase schnell frei – sie sind aber keinesfalls für den Dauergebrauch geeignet. Wenden Sie diese Sprays daher maximal 7 Tage ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt an. Andernfalls können Gewöhnungseffekte auftreten. Das bedeutet konkret: Sobald die Wirkung des Nasensprays nachlässt, schwellen die Nasenschleimhäute dann übermäßig an. Mediziner sprechen von einem sogenannten „Rebound-Effekt“. So beginnt für viele Anwender ein Teufelskreis: Sie greifen immer wieder zum Nasenspray, um die Nase zu befreien – und es entwickelt sich eine sogenannte Nasenspray-Sucht.

Wichtig: Die dauerhafte Anwendung abschwellender Nasensprays kann die Nasenschleimhaut nachhaltig schädigen und den Geruchssinn beeinträchtigen. Zögern Sie daher nicht, Ihren Arzt um Rat zu fragen, falls Sie das Gefühl haben, von Nasenspray abhängig zu sein.

Salzhaltige Nasensprays

Neben wirkstoffhaltigen Nasensprays, die zu einer schnellen Abschwellung der Schleimhäute führen, gibt es auch salzhaltige Präparate auf Basis von Kochsalz- oder Meerwasserlösungen. In erster Linie befeuchten und reinigen sie die angegriffenen Nasenschleimhäute. Spezielle Präparate mit hohem Salzgehalt (hypertone Nasensprays) haben zusätzlich auch abschwellende Effekte.

Der Vorteil: Salzhaltige Nasensprays können auch langfristig angewendet werden. Daher eignen Sie sich zum Beispiel gut bei chronischem Schnupfen aufgrund einer Allergie oder einer Nasennebenhöhlenentzündung. Darüber hinaus können sie auch bei Kindern angewendet werden.

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